Laminattechnik

Die Laminattechnik für die Messerherstellung, bei der durch Feuerschweißen unterschiedliche Stähle miteinander verbunden werden, hat besonders in den skandinavischen Ländern eine lange Tradition und wird durch verschiedene Autoren beschrieben (Bergland 2000, Landes 2002). Entscheidend für das Gelingen einer festen Verbindung ist die Verwendung eines Flussmittels, das ein Verbrennen des Stahles bei der hohen Schweißtemperatur (ca. 1100 °C) verhindert und die Schlacketeile bindet. Durch die Hammerschläge werden die verflüssigten Oxide aus den Zwischenräumen der Stahllagen herausgepresst. Der spröde, kohlenstoffreiche Messerstahl in der Mitte, wird durch zwei kohlenstoffärmere Metallplatten geschützt. Sie verleihen der Klinge eine höhere Flexibilität. Im oberen Bildbeispiel habe ich eine alte Ankerkette zu zwei Platten ausgeschmiedet und den Yasugi-Messerstahl "Weißes Papier" dazwischen gelegt. Die Kontaktflächen der Stähle sind vor dem zusammenlegen mit einem Winkelschleifer vom Zunder befreit.  An der Stirnseite und auf der gegenüberliegenden Seite werden sie Stähle mit einer Schweißnaht zusammengehalten. Die eine Platte ist etwas länger ausgeschmiedet und dient als Haltegriff. Auf dem rechten Bild sind die drei Stähle nach der Feuerschweißung auf 5 mm Dicke zu einer Stahlplatte geschmiedet worden.

Foto: Jochen Eichler